Grüne Berge mit alten Ruinen und Sonnenstrahlen.

Peru Rundreise 2025

Ich wusste, dass diese Reise nach Peru etwas Besonderes werden würde – aber was ich erlebt habe, ging weit über meine Erwartungen hinaus. Es war meine erste spirituelle Reise nach Peru. Schon bei der Ankunft war spürbar: 
Dieses Land arbeitet auf einer tiefen, inneren Ebene und das schon seit langem.

Ankommen – und gleich loslassen

Unsere ersten Tage dienten bewusst dem sanften Ankommen. Die Höhe, die klare Luft der Anden und das ungewohnte Licht verlangsamten alles. Ich merkte, wie mein westlicher Alltag Stück für Stück von mir abfiel. Die Reiseleitung schuf einen sicheren, ruhigen Rahmen – nichts wirkte touristisch oder gehetzt. Stattdessen: Zeit. Raum. Präsenz.

Das Heilige Tal – Verbindung zur Erde

Im Heiligen Tal der Inka wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, wie stark die Beziehung der Menschen hier zur Natur ist. Wir besuchten die Terrassen von Pisac und Orte abseits der üblichen Routen, begegneten Einheimischen und tauchten ein in ein anderes Zeitgefühl.
Eine Pacha-Mama-Zeremonie mit Don Josè einem Schamanen aus Qeros – achtsam, klar geführt und tief respektvoll – war für mich ein erster tief berührender Moment am Beginn der Reise. Es ging nicht um „Spektakel“, sondern um echte Verbindung: zur Erde, zu den Elementen und zu mir selbst. Viele von uns waren danach still. Und dankbar.

Machu Picchu – mehr als ein Weltwunder

Der Besuch von Machu Picchu war natürlich ein Höhepunkt – aber anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Um die Mittagszeit zogen langsam Nebel auf und es lag eine fast ehrfürchtige Stille über dem Ort.

Trotz der vielen Touristen hatte ich nicht das Gefühl, einen berühmten Platz „abzuhaken“. Es fühlte sich eher an, als würde man eingeladen, für einen Moment Teil von etwas Größerem zu sein. Viele von uns beschrieben später, dass sie dort eine besondere Energie gespürt haben – schwer in Worte zu fassen, aber sehr real.

Cusco empfing uns nicht nur als historische Stadt, sondern als lebendiger Kraftort. Zwischen Inka-Mauern und kolonialen Fassaden begann ich zu verstehen, dass hier Welten ineinandergreifen – Vergangenheit und Gegenwart, Materie und Geist.

Person springt mit ausgebreiteten Armen über Machu Picchu.

Gemeinschaft & innere Prozesse

Was diese Reise für mich besonders gemacht hat, war auch die Gruppe. Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Lebensgeschichten – und doch entstand schnell ein Gefühl von Verbundenheit. Gespräche am Abend, gemeinsames Schweigen nach intensiven Tagen, Lachen, Tränen, Erkenntnisse, gemeinsam aber auch jeder für sich.
Die schamanische Begleitung war präsent, aber nie aufdringlich. Jeder durfte seinen eigenen Prozess gehen. Genau das machte es so kraftvoll.

Ein besonders prägender Teil der Reise waren für mich die San-Pedro-Rituale (Huachuma) im Heiligen Tal. Anders als vieles, was man darüber liest, war diese Erfahrung ruhig, erdend und von großer Klarheit getragen.
Die schamanische Begleitung war erfahren, zurückhaltend und zutiefst respektvoll – nichts wurde erzwungen; nichts erklärt, was nur innerlich erfahren werden konnte.

San Pedro wirkte für mich nicht überwältigend, sondern öffnend. Es war, als würde sich mein Herz weiten und mein Blick klarer werden – auf mein Leben, auf alte Entscheidungen, auf das, was wirklich wesentlich ist. Gedanken ordneten sich, emotionale Themen zeigten sich ohne Drama, fast liebevoll. Es war eine Medizin der Wahrheit und der Sanftheit.

Ein besonderer Höhepunkt war dann die dritte San-Pedro-Zeremonie im Colca-Canyon im alten Inkadorf Uyo Uyo. Dieser Ort ist kein „Spot“ – er ist ein stiller Zeuge einer jahrhundertealten Kultur. Die alten Inkamauern, die Terrassen, die steinernen Wege: Alles atmet Erinnerung, Würde und Zeitlosigkeit.

Die Zeremonie fand mitten in diesen Mauern statt. Kein Dach, kein künstlicher Schutz – nur Himmel, Erde, Stein und wir. Schon bevor die Medizin wirkte, war spürbar, dass dieser Platz selbst Teil des Rituals war. Es fühlte sich an, als würden die Ahnen zuhören.

San Pedro wirkte hier besonders persönlich und individuell. Obwohl wir die Zeremonie gemeinsam erlebten, ging jeder seinen ganz eigenen Weg. Bei mir zeigten sich alte innere Bilder, lange vergessene Gefühle und eine tiefe Versöhnung mit Teilen meiner Geschichte. Nicht dramatisch, nicht überwältigend – sondern still, klar und heilsam.

Andere Teilnehmer berichteten später von ganz anderen Erfahrungen:
körperlicher Erleichterung, emotionalem Loslassen, plötzlichen Einsichten zu Beziehungen oder Lebensentscheidungen, einem starken Gefühl von innerem Frieden.

Was uns alle verband, war die Empfindung, gesehen zu sein – vom Ort, von der Medizin, vom eigenen Inneren. Die Inkamauern wirkten wie ein schützender Kreis. Als hätten sie all das getragen, was wir ihnen anvertrauten.

Ayahuasca im Amazonas – 
Begegnung mit der eigenen Tiefe

Nach den Erfahrungen in den Anden führte uns die Reise weiter in den peruanischen Amazonas-Dschungel. Der Wechsel von der klaren Höhe der Berge in die feuchte, pulsierende Lebendigkeit des Regenwaldes war bereits für sich genommen transformierend.

Die Ayahuasca-Rituale fanden in einem geschützten, traditionellen Rahmen statt – begleitet von einem sehr erfahrenen Meister-Schamanen des Amazonas. Die Nächte im Dschungel, die Geräusche, die Dunkelheit und die Nähe zur Natur im Zeremonialhaus bildeten den perfekten Rahmen für die Zeremonien.

Ayahuasca war für mich eine ganz andere Qualität als San Pedro. Tiefer, konfrontierender, aber zugleich unglaublich heilsam. Alte Themen, Erinnerungen und innere Bilder tauchten auf – nicht willkürlich, sondern mit einer spürbaren inneren Ordnung.

Was mich besonders berührt hat, war das Gefühl, getragen zu sein – vom Ritual, von den spirituellen Heilgesängen (Icaros) unseres „Curanderos“, von der Gemeinschaft und von einer Weisheit, die größer ist als der Verstand. Reinigung, Loslassen und Erkenntnis gingen Hand in Hand.

Am Morgen danach lag eine stille Klarheit über allem. Erschöpfung und Dankbarkeit zugleich. Viele von uns beschrieben das Gefühl, innerlich „aufgeräumt“ zu sein – nicht perfekt, aber wahrhaftiger.

Integration – zwei Welten, eine Reise

Rückblickend wurde mir klar, wie stimmig die Kombination dieser beiden Pflanzenwege war:
San Pedro öffnete das Herz und schenkte Weite und Ausrichtung. Ayahuasca führte in die Tiefe, konfrontierte und heilte auf einer sehr grundlegenden Ebene.

Abschied – und etwas bleibt

Als wir Peru verließen, hatte ich nicht das Gefühl, „fertig“ zu sein. Eher so, als hätte sich etwas neu ausgerichtet. Ich nahm keine schnellen Antworten mit nach Hause, sondern etwas Wertvolleres: mehr Ruhe, mehr Vertrauen – und eine tiefere Verbindung zu mir selbst.

Diese Reise war keine gewöhnliche Rundreise. Sie war eine Einladung, sich einzulassen – auf ein Land, eine alte Weisheit und auf das eigene Innere. Peru wirkt nach. Und ich weiß: Ich werde wiederkommen!

Diese Reise war für mich eine Initiation

Wenn du bereit bist, dich auf deinen eigenen inneren Weg einzulassen, lädt dich die schamanische Peru-Reise ein, ihn selbst zu gehen.

Schneebedecktes Gebirge, Moräne, blauer Himmel.

Nepal – Reisebericht

Lernen, Rituale und tiefe Wandlung im Himalaya

Meine Reise nach Nepal war von Beginn an mehr als ein Ortswechsel. Sie war ein bewusstes Eintreten in einen anderen Rhythmus des Lebens. Schon beim Ankommen im Himalaya spürte ich, dass hier andere Gesetze gelten: Zeit verlangsamt sich, Worte verlieren an Bedeutung, Wahrnehmung wird feiner. Alles richtet sich nach der Natur, nach den Bergen, nach dem Atem.

Die Begegnung mit dem schamanischen Meister war geprägt von einer ruhigen, fast unspektakulären Präsenz – und gerade darin lag seine Autorität. Er lehrte nicht durch lange Erklärungen, sondern durch Tun, Wiederholen, Beobachten. Wir lernten, wie Rituale vorbereitet werden, warum jeder Handgriff Bedeutung hat und weshalb innere Haltung wichtiger ist als Technik.

Besonders eindrücklich war das Arbeiten mit der Trommel. Der Meister machte deutlich, dass Trance kein „Zustand“ ist, den man erzwingt, sondern eine Beziehung – zur eigenen Seele, zu den Spirits, zum Ort. Fehler wurden nicht korrigiert, sondern gespiegelt. Dieses Lernen war fordernd, ehrlich und zugleich zutiefst stärkend.

Eines der kraftvollsten Erlebnisse der Reise war das Ritual des Schneidens der Schicksalsfäden. In der Vorbereitung wurden wir eingeladen, uns bewusst mit wiederkehrenden Mustern, alten Bindungen und inneren Verstrickungen auseinanderzusetzen – nicht analytisch, sondern fühlend.

Während des Rituals selbst entstand ein Raum von großer Klarheit. Mit symbolischen Handlungen, begleitet von Trommel und Gesang, wurden diese unsichtbaren Fäden benannt und gelöst. Der Moment des „Schneidens“ war überraschend still. Kein dramatischer Höhepunkt – vielmehr ein tiefes inneres Nachgeben. Danach stellte sich ein Gefühl von Leichtigkeit ein, als hätte sich etwas gelöst, das lange unbewusst wirkte.

Neben diesem Schlüsselerlebnis war es vor allem das große Schamanenritual, das nachhaltig wirkte. In der nächtlichen Geheim-Zeremonie wurden viele Spirits, Naturgeister, Hilfsgeister angerufen und ich erhielt ein persönliches Schutz-Mantra von den Geistern.

Ebenso prägend waren die anderen Rituale, bei denen es um energetische Verbindung ging. Still, würdevoll und ohne Pathos wurde Raum geschaffen, um das zu würdigen, was durch frühere Generationen getragen wurde – und das loszulassen, was nicht mehr weitergegeben werden muss.

Die Rituale in der Natur, verbanden Körper, Landschaft und innere Bilder auf eine sehr unmittelbare Weise. Der Himalaya wirkte dabei wie ein Resonanzraum: klar, unerbittlich ehrlich und gleichzeitig zutiefst unterstützend.

Zwischen den Ritualen blieb viel Zeit für Stille und auch Gemeinsamkeit im Gästehaus. Diese Phasen ermöglichten Integration und verhinderten jede Form von spiritueller Überforderung. Nebenbei konnten wir auch den Alltag des Dorfes miterleben.

Am Ende der Reise hatte ich nicht das Gefühl, „viel erlebt“ zu haben – sondern Wesentliches. Die Arbeit mit dem Meister, das Schneiden der Schicksalsfäden und die weiteren Rituale haben keine schnellen Antworten geliefert, sondern innere Ordnung geschaffen.

Ich bin aus Nepal zurückgekehrt mit größerer innerer Ruhe und einem tiefen Vertrauen in den eigenen Weg.

Diese Reise ist mehr als ein Ortswechsel

Sie führt Dich zurück zu Deinem inneren Gleichgewicht – wenn Du bereit bist, ihr zu vertrauen.

Mongolei – Reisebericht

Schon die ersten Tage in der mongolischen Steppe fühlten sich an wie ein Übergang in eine andere Wirklichkeit. Die Weite des Landes, der endlose Himmel und die Stille schufen einen Raum, in dem sich der Geist beruhigte und die Wahrnehmung schärfte. Mit dem Ankommen im Jurtencamp begann nicht nur das Praktikum – es begann ein Prozess des Erinnerns an etwas Uraltes.

Das Lernen mit den Meisterschamanen war von Beginn an außergewöhnlich. Khalium Sukhbat und ihre burjatischen und jakutischen Kollegen unterrichteten nicht über Konzepte, sondern über Erfahrung. Jede Begegnung war getragen von Präsenz, Klarheit und einer tiefen Verbindung zur Geistwelt. Die Meister arbeiteten sehr individuell: Jeder Teilnehmer wurde dort abgeholt, wo er in seiner schamanischen Entwicklung stand. Fragen wurden nicht theoretisch beantwortet, sondern durch Rituale, direkte Wahrnehmung und eigenes Erleben.

Das tägliche Training war intensiv und fordernd – körperlich, geistig und energetisch. Ein zentraler Bestandteil war das Studium der verschiedenen Welten: der sichtbaren Welt, der Zwischenwelten und der geistigen Ebenen. Durch ausgedehnte Trommelpraxis, Trancereisen und Spirit Calling lernte ich, meine Verbindung zu meinen Hilfsgeistern zu vertiefen und klarer zu führen. Besonders beeindruckend war, wie selbstverständlich die Meister zwischen den Welten wechselten und uns lehrten, diese Übergänge sicher und respektvoll zu gestalten.

Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf Schutzritualen und der Abwehr negativer Einflüsse. In der mongolischen Tradition ist der Schutz vor fremden oder schädigenden Geistern essenziell – für den Schamanen selbst ebenso wie für jene Menschen, mit denen er arbeitet.

Wir lernten spezielle Zaubersprüche, rituelle Handlungen und den Einsatz von Feuer, Rauch und Opfergaben. Diese Rituale waren kraftvoll und präzise. Sie vermittelten nicht nur Sicherheit, sondern auch ein tiefes Verständnis dafür, wie Verantwortung im schamanischen Arbeiten gelebt wird.

Ebenso prägend waren die Reinigungsrituale, die auf mehreren Ebenen wirkten. Alte energetische Anhaftungen, fremde Felder und eigene Blockaden wurden Schritt für Schritt gelöst. Manche Reinigungen erfolgten mit Feuer, andere über die Arbeit mit Spirits oder über traditionelle schamanische Techniken aus der sibirischen Heilkunst. Diese Prozesse waren teilweise herausfordernd, aber stets klar geführt. Nach jeder Reinigung stellte sich ein Gefühl von innerer Weite, Klarheit und Erdung ein.

Der unbestrittene Höhepunkt des Praktikums war das große Schamanenritual, ein uraltes mongolisches Feuerritual, das bis spät in die Nacht andauerte. Dieses Ritual war keine Inszenierung, sondern gelebte Tradition. Die Meisterschamanen führten die Zeremonie mit einer Selbstverständlichkeit, die spüren ließ, dass dieses Ritual seit Generationen – ja seit vielen Leben – weitergegeben wird. In dieser Nacht erlebte ich eine tiefe Initiation: eine klare Ausrichtung auf meinen schamanischen Weg, eine starke Anbindung an meine Spirits und ein Gefühl von Zugehörigkeit zu einer uralten Linie von Wissenshütern.

Neben der schamanischen Arbeit spielte auch das Leben wie die Nomaden eine wichtige Rolle. Die Übernachtungen in Jurten, die Abende am Lagerfeuer, der Ausritt durch die Steppe und die Nähe zur Natur unterstützten die Integration der Erfahrungen. Alles fühlte sich einfach, echt und stimmig an – nichts war überflüssig, nichts fehlte.

Am Ende dieses Praktikums kehrte ich nicht nur mit neuem Wissen zurück, sondern mit einer tiefen inneren Veränderung. Die Arbeit mit den Meisterschamanen hat meine schamanische Praxis auf ein neues Fundament gestellt. Ich habe gelernt, klarer zu führen, verantwortungsvoller zu wirken und meiner eigenen Anbindung zu vertrauen.

Diese Reise war keine Weiterbildung

… sie war eine Initiation, die weit über die Zeit in der Mongolei hinaus nachwirkt.